Referenten & Moderation

Tarek Al-Wazir MdB (Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag, Bündnis90/Die Grünen), Steffen Bilger MdB (Bundesminister für Verkehr), Dr. Leonhard Birnbaum (Vorstandsvorsitzender der E.ON SE), Prof. Dr. Dr. h.c. Lars P. Feld (Direktor des Walter Eucken Instituts, Sprecher des Kronberger Kreises), Nicole Razavi MdL (Ministerin für Verkehr des Landes Baden-Württemberg), Angela Wefers (Moderation, Börsen-Zeitung), Dr. Tanja Wielgoß (Gründerin und Co-CEO von Stella Circle, Vize-Präsidentin des Wirtschaftsforums der SPD)

Aktuelle VeranstaltungTagung
09.09.2026 -Deutscher Bundestag

Sanierungsfall Deutschland: Wie geht es mit der Infrastruktur voran?

Die Worte „The prosperity of a country depends upon the state of its roads, bridges and canals“, die häufig dem schottischen Ökonomen Adam Smith zugeschrieben werden, bringen die Bedeutung einer leistungsfähigen Infrastruktur auf den Punkt. Sie ist nicht nur eine zentrale Voraussetzung für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlichen Wohlstand, sondern zugleich das internationale Aushängeschild einer erfolgreichen Volkswirtschaft. Darüber hinaus schafft sie die Grundlagen fürprivate Investitionen, Innovationen und wirtschaftliche Dynamik.

Deutschlands Infrastruktur ist jedoch in großen Teilen in einem bedauerlichen Zustand, Ab- bzw. Übernutzung und Unterinvestition gingen Hand in Hand. So entstand über Jahrzehnte erheblicher Modernisierungs- und Ausbaubedarf. Unter anderem mit dem beschlossenen Infrastruktur-„Sondervermögen“ sollen diese Defizite zwar angegangen werden. Trotz der massiven zusätzlichen Verschuldung sind die öffentlichen Investitionen bislang allerdings nur begrenzt gestiegen. Zum einen wurden die Investitionen im Kernhaushalt des Bundes zurückgefahren, zumanderen fließen die Mittel aus dem Sondervermögen bislang nur schleppend ab oder werden gar zweckentfremdet. Zusätzliche öffentliche Mittel allein werden jedoch nicht ausreichen. Entscheidend ist vielmehr, Investitionen effizient einzusetzen, Prioritäten klar zu definieren und Planungs- und Genehmigungsverfahren spürbar zu beschleunigen. Ebenso stellt sich die Frage, welchen Beitrag private Investitionen künftig leisten können und welche institutionellen, gesellschaftlichen und ordnungspolitischen Rahmenbedingungen nötig sind, um Infrastrukturprojekteschneller, wirtschaftlicher und nachhaltiger zu realisieren.

Welche Reformen sind daher notwendig, um Investitionen zielgerichteter einzusetzen? Wie lassen sich Finanzierung, Planung und Umsetzung besser miteinander verzahnen? Und welche
Prioritäten sollten gesetzt werden, um die Infrastruktur und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland langfristig zu stärken? Zur Diskussion laden wir herzlich ein.