
#generationengerechtigkeit
Gewinner über 55, Verlierer unter 55 Jahren
Beim Alter von 55 Jahren verläuft der Graben, der Deutschland spaltet wie kein zweiter:
- Die Mehrheit der Wähler (nicht der Wahlberechtigten, aber die Älteren gehen eben eher zur Wahl) liegt seit einigen Jahren bei Ü55.
- Auch deshalb dominieren Rente und Pflege Wahlkämpfe, spielen „Sicherheit“ und Besitzstandswahrung in öffentlichen Debatten eine größere Rolle als Innovation und Zukunft, haben Veränderungsverweigerer nicht nur bei Fragen der Infrastruktur mehr Gewicht als neue Chancen.
- Der weit überwiegende Teil der Wohlstandsgewinne der letzten 30 Jahre landete bei den heute über 55-Jährigen, die Jüngeren sind die Verlierer der Rentenpakete, Haltelinie, Pflegeversicherung, zahlen mehr ein für absehbar weniger, müssen selbst zusätzlich vorsorgen und für dramatisch angestiegene Schulden und Zinslasten einstehen.
Jüngere Menschen wurden und werden gehört – aber ihre besonderen Interessen und Herausforderungen sind seit vielen Jahren nicht hinreichend berücksichtigt worden. Unbehagen und friedliche Proteste sind ebenso verständlich wie leider die Abwanderung vieler. Auf die in Deutschland bestehende Generationenungerechtigkeit weist die Stiftung Marktwirtschaft seit bald 20 Jahren hin. Es gilt, die Verwaltung des Stillstands zu beenden, mehr Chancen für Jüngere in Deutschland möglich zu machen und einen fairen Ausgleich zwischen den Generationen zu suchen. Die Umsetzung des Vorschlags der Rentenkommission als „Gesamtkunstwerk“ wäre ein Anfang.


Auf den Punkt: Rente & Demographie

