Das Podium der Tagung: Dietmar Hexel, Prof. Volker Rieble, Gastgeber Prof. Michael Eilfort, Moderatorin Margaret Heckel, Gitta Connemann MdB und Josip Juratovic MdB (v.l.n.r.).

Dr. Ralf Brauksiepe MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, lehnt derzeit eine Reform der deutschen Mitbestimmung ab.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Franz, Vorsitzender des Sachverständigenrates und früheres Mitglied des Kronberger Kreises, plädiert für eine Unternehmensmitbestimmung ohne Zwang.

Nach Dietmar Hexel, DGB-Bundesvorstand, entspricht Mitbestimmung den Prinzipien der Eigenverantwortung und Subsidiarität und senkt die Transaktionskosten.

Prof. Dr. Volker Rieble von der Ludwig-Maximilians-Universität in München meint, dass im Ausland bisher noch niemand die deutsche paritätische Mitbestimmung imitiert hat.

Bei seiner Präsentation lobt Dietmar Hexel (DGB) die Arbeit der Bundeskanzlerin und ihren Einsatz für die Mitbestimmung bei der geplanten Europäischen Privatgesellschaft (SPE).

Für Gitta Connemann MdB, CDU/CSU-Bundestagsfraktion, liegt die Ursache für das vergleichsweise gute Abschneiden Deutschlands auf dem Arbeitsmarkt in dem Instrument Kurzarbeitergeld.

Josip Juratovic MdB, SPD-Bundestagsfraktion, hat als Betriebsrat und Arbeitnehmer bei Audi langjährige Erfahrungen zum Thema Mitbestimmung gesammelt.

Unter den Teilnehmern: Prof. Dr. Christine Windbichler von der Humboldt-Universität zu Berlin ist Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Das Fachpublikum im Jakob-Kaiser-Haus des Deutschen Bundestages in Berlin beteiligt sich rege an der anschließenden Diskussion.

Die deutsche Mitbestimmung - Stärke oder Schwäche in der Krise?

Die Tagung "Die deutsche Mitbestimmung - Stärke oder Schwäche in der Krise?" hat am 2. März 2010 in Berlin stattgefunden.

In diesen Tagen ist viel über eine neue, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit von Gewerkschaften und Arbeitgebern zu hören und zu lesen. Der moderate Tarifvertrag in der Metall- und Elektroindustrie wird in der schwersten Wirtschaftskrise der Bundesrepublik mehrheitlich als innovativ und wegweisend empfunden.

Im Ergebnis belegt der bislang erstaunlich krisenresistente Arbeitsmarkt, dass auch in anderen Branchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie nicht zuletzt die Politik konstruktiv zusammengewirkt und beschäftigungssichernde Lösungen gefunden haben – zum Teil teuer für die Allgemeinheit, aber wohl billiger als andere denkbare Krisenverläufe.

Beim Thema Mitbestimmung in Deutschland, scheinen die Fronten zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern jedoch vergleichsweise verhärtet zu sein. Das gilt in geringerem Ausmaß – demnächst stehen überall wieder Betriebsratswahlen an - für die betriebliche Mitbestimmung. Es betrifft vor allem die überbetriebliche Mitbestimmung, also die Unternehmens-mitbestimmung in größeren Kapitalgesellschaften über den Aufsichtsrat. Diesen Teilbereich haben Experten am 2. März in Berlin zum Schwerpunkt einer angeregten Diskussion auf Einladung der Stiftung Marktwirtschaft gewählt.

Ein ausführlicher Tagungsbericht folgt.


Hier finden Sie das Programm und die Folien der Referenten.

Service

Veranstaltungen

Tagung "Anforderungen an die Energiepolitik: Versorgungssicherheit, Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit?" am 20.04.2010

>>> Einladung folgt in Kürze!

Newsletter?

Möchten Sie mehr und regelmäßig von der Stiftung Marktwirtschaft erfahren?

Melden Sie sich zu unserem Newsletter an:

Anmeldungsformular