Energie & Ressourcen

Publikation im Fokus: Neustart in der Energiepolitik jetzt!


Die Ressourcen unserer Erde sind begrenzt – sowohl was die verfügbaren Mengen an Land, Wasser und anderen Rohstoffen angeht, als auch was die Vorräte an fossilen Energieträgern betrifft. Zudem ist der Abbau von Ressourcen ebenso wie die Nutzung der fossilen Energieträger mit externen Effekten verschiedenster Art verbunden. In Zukunft wird dem Einsatz von erneuerbaren Energien ein großes Potential eingeräumt, jedoch sind die meisten dieser Energien gegenwärtig noch nicht wettbewerbsfähig.

Im Bereich Ressourcen und Energie gibt es somit vielfältige Ansatzpunkte für staatliches Eingreifen in den Marktmechanismus. Es stellt sich jedoch die Frage nach Ausmaß und Art des staatlichen Eingreifens, wobei sowohl Kostenaspekte als auch die Wirkungen der verwendeten Instrumente auf das Verhalten der Akteure berücksichtigt werden müssen.

Die Stiftung Marktwirtschaft setzt in ihren Empfehlungen auf

  • die Internalisierung von externen Effekten, z.B. durch vollständige Kostentransparenz,
  • die Anwendung marktwirtschaftlicher Instrumente, z.B. Zertifikatehandel,
  • die Nutzung der Vorteile des Wettbewerbsmechanismus, um z.B. Kosteneffizienz und Innovation zu gewährleisten.

Sorgenfall Energiewende: Fallen Kosteneffizienz und Umweltschutz der Energiepolitik zum Opfer?

Wird mit der deutschen Energiewende Industriepolitik zulasten der Steuerzahler und des Naturschutzes betrieben? Kann sie international Vorbildcharakter entfalten? Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen hat die Stiftung Marktwirtschaft zum 7. Kadener Gespräch renommierte Experten eingeladen. Diskutiert wurde dabei u.a. mit der Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Beate Jessel, dem Ko-Vorsitzenden der Arbeitsgruppe II des Weltklimarates IPCC, Prof. Dr. Hans-Otto Pörtner und dem Ökonomen Prof. Dr. Joachim Weimann.


Energiewende mit Marktwirtschaft

Die Pläne der Bundesregierung sehen vor, die deutsche Energiewende zu einem globalen Vorbild für
eine saubere, kostengünstige und sichere Energieversorgung zu machen und andere Länder zur Nachahmung zu ermutigen. Blühende Landschaften werden in Aussicht gestellt, die nicht nur dem
weltweiten Klima, sondern auch der eigenen Volkswirtschaft zugutekommen sollen.

Vorbildcharakter wird die Energiewende aber nur dann besitzen, wenn die Kosten aus dem staatlich verordneten Umbau des Energiesektors den Nutzen nicht übersteigen. Seit längerem zeichnet sich jedoch ab, dass dieses Planspiel mittelfristig misslingen wird. Statt auf mehr Markt und Wettbewerb zu setzen, widmet sich die Politik lieber kleinteiligen Vorschiften und großzügigen Subventionen. Insbesondere das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verdeutlicht das Dilemma des derzeitigen Energiewendekonzepts.

Lesen Sie hierzu den Beitrag von Dr. Jörg König im IHK-Report Rheinhessen: Energiewende mit Marktwirtschaft.


Neustart in der Energiepolitik jetzt!

Der Kronberger Kreis, wissenschaftlicher Beirat der Stiftung Marktwirtschaft, fordert einen energiepolitischen Neustart in Deutschland. Bei Fortführung des Status quo drohen die drei energiepolitischen Oberziele – Umwelt- und Klimaschutz, Versorgungssicherheit sowie Kosteneffizienz – weit verfehlt zu werden. Damit aber wäre der deutsche Sonderweg in der Energiepolitik eher abschreckendes Beispiel als internationales Vorbild im Kampf gegen den Klimawandel.

Als überlegenes klimapolitisches Instrument empfiehlt der Kronberger Kreis eine Stärkung und Ausweitung des internationalen CO2-Emissionshandels und die Abschaffung des EEG. Sollte die Politik dazu die Kraft nicht finden, müssen angesichts der systemimmanenten Mängel des EEG alternative, marktkonforme Reformen angegangen werden. Hierfür empfiehlt der Kronberger Kreis ein zertifikatebasiertes Grünstrom-Quotenmodell nach schwedischem Vorbild.

Studie Nr. 58 des Kronberger Kreises lesen und bestellen


Tagung "Energiewende mit Marktwirtschaft: eine bessere Strategie"

Deutschland bestreitet mit der Energiewende ein international beachtetes, national ambitioniertes sowie staatlich gesteuertes Prestigeprojekt, das eines langen Atems, regelmäßiger Anpassungen und auch grundsätzlicher Korrekturen bedarf.

Ob eine marktwirtschaftlich ausgerichtete Energiewende zum Gelingen des Jahrhundertprojekts der Großen Koalition beiträgt und sie im Ausland doch noch zum Vorbild werden lässt, wurde unter anderem mit Staatssekretär Rainer Baake, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, bei einer Veranstaltung der Stiftung Marktwirtschaft diskutiert.

 

Lesen Sie hierzu unseren Tagungsbericht oder werfen Sie einen Blick in das Programm der Tagung.


Tagung "Die Energiewende - globales Vorbild oder deutscher Irrweg?"

Ob die Energiewende als globales Vorbild dienen kann oder aber einen deutschen Irrweg darstellt, wollte die Stiftung Marktwirtschaft bei den dritten „Kadener Gesprächen“ nahe Hamburg erörtern.

Bei der Expertentagung im bewusst kleineren Kreis nahmen sich renommierte Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft einen Tag lang Zeit, um die zukünftige Ausgestaltung der deutschen Energiewende zu diskutieren.

 

Lesen Sie hierzu unseren Tagungsbericht.



Meldungen zum Thema:

24. März 2014 Kronberger Kreis fordert Neustart für die Energiewende

Der wissenschaftliche Beirat der Stiftung Marktwirtschaft bewertet die energie­politischen Pläne der Bundesregierung für die geplante EEG-Reform als mutlos, zaghaft und handwerklich unausgegoren. Mit seinem wettbewerbsorientierten Gesamtkonzept...

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Bei unserem 7. Kadener Gespräch ging es um Fragen der Energiewende: Inwieweit ist die deutsche Energiewende international ein Vorbild? Wie ist es um die Akzeptanz der Energiepolitik im Inland bestellt? Wird mit der Energiewende Industriepolitik... Weiterlesen

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