Digitale Transformation

Publikation im Fokus: Digitalisierung und Beschäftigung - Ein Ende ohne Arbeit oder Arbeit ohne Ende?

Zahlreiche Studien prognostizieren angesichts von digitalen Technologien, Robotern und künstlicher Intelligenz massive Beschäftigungsverluste. Bei genauerem Hinsehen entpuppen sie sich jedoch oft als ein bestenfalls gutinformierter Blick in die Glaskugel, dessen Aussagekraft massiv überschätzt wird... Weiterlesen


Tagung Von der liberalen Martktwirtschaft zur digitalen Staatswirtschaft?

Prof. Dr. Helge Braun MdB, Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramts, äußerte sich auf der Tagung zur digitalen Strategie der Bundesregierung.

Für viele kann es mit Blick auf die Digitalisierung gar nicht schnell genug gehen. In nicht wenigen Bereichen wird Deutschland im internationalen Vergleich ein Hinterhinken attestiert, beispielsweise beim Ausbau von Glasfasernetzen aber auch was das Fehlen von international marktstarken Online-Plattformen oder die Anwendung von Künstlicher Intelligenz angeht. Als Folge dessen steigt auch die Erwartungshaltung gegenüber Politik und Staat, mehr und besseres für die Digitalisierung zu tun.

An anderer Stelle wiederum wird es manch einem ob der zahlreichen digitalen Veränderungen etwas mulmig, zum Beispiel wenn es um Fragen des Datenschutzes geht oder wenn neue Online-Player bestehende Geschäftsmodelle verdrängen. Auch hier werden Rufe nach staatlichem Eingriff – mit jedoch umgekehrtem Vorzeichen – lauter und häufiger.

Vor dem Hintergrund dieses Spannungsfeldes, diskutierten Experten aus Politik und Wissenschaft auf der Tagung  "Von der liberalen Marktwirtschaft zur digitalen Staatswirtschaft?" wie eine innovationsfördernde und wohlfahrtsstiftende Rolle des Staates bei der digitalen Transformation aussehen könnte. Auch wenn unter den Teilnehmern weitestgehend Einigkeit darüber herrschte, dass es gelte, die bei weitem überwiegenden Chancen der Digitalisierung zu nutzen statt sich Neuerungen zu verschließen, so wurde über die dafür erforderlichen Mittel und deren Priorisierung doch kontrovers diskutiert.

Lesen Sie den ausführlichen Tagungsbericht zur Veranstaltung oder werfen Sie einen Blick auf die Veranstaltungsseite.


Neue Diskriminierungsverbote für die digitale Welt?

Der fortschreitende Digitalisierungsprozess führt zu grundlegenden Veränderungen im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenleben. Der digitale Wandel erzeugt mit seinen Innovationen zahlreiche Vorteile für Verbraucher und Produzenten, gleichwohl werden etablierte Geschäftsmodelle hinterfragt und neuer Konkurrenz ausgesetzt. Die Sorge vor Machtkonzentration und neuen Risiken ist in der Diskussion allerdings noch präsenter als die Gefahren, die man vor gut 100 Jahren in Fahrzeugen ohne Pferde sah – deren Nutzung durch überschießende Regulierung dann erheblich erschwert wurde.

Vor diesem Hintergrund warnt der Kronberger Kreis, wissenschaftlicher Beirat der Stiftung Marktwirtschaft, in seiner Studie vor überstürzten Regulierungsimpulsen.

Die derzeit zu beobachtende Tendenz zu weiteren Diskriminierungsverboten und Neutralitätsgeboten ist Ausdruck einer populären, aber unscharfen Gerechtigkeitsdebatte, die oftmals eher von diffusen Gefühlen als von Fakten und empirischer Evidenz geleitet wird. Was als Diskriminierung bezeichnet wird, ist häufig eine legitime unternehmerische Differenzierung, die auch den Verbrauchern Vorteile bringt. Umgekehrt schränken strikte Verbote von Differenzierung den freien Wettbewerb und Innovationen ein. Der Versuch, ein politisches Gleichheitsideal in verallgemeinernder Form in die Wirtschaftswelt zu übertragen, ist verfehlt. Die Politik schießt mit ihren Verboten als Reaktion auf vermeintliche Gefahren über das Ziel hinaus und riskiert es, die vielfältigen Chancen der Digitalisierung zu verpassen.

Download "Neue Diskriminierungsverbote für die digitale Welt?" (Studie des Kronberger Kreises, Nr. 63)


Tagung: Schöne neue digitale Medienwelt?!

„Die digitale Revolution lässt sich nicht aufhalten“, erklärt Günther Oettinger, EU-Kommissar Digitale Wirtschaft & Gesellschaft, auf der Tagung „Schöne neue digitale Medienwelt?!“ der Stiftung Marktwirtschaft. Laut Oettinger werden „90 bis 95% der Wertschöpfung aller Wirtschaftszweige bis 2025 digitalisiert sein.“ Das treffe als eine der ersten Branchen die Medienwelt: Schon 2015 waren 120 Zeitungen in Deutschland mit digitalen Bezahlangeboten vertreten.

Doch wie wird die neue digitale Medienwelt aussehen? Was kann die Politik und die Wirtschaft zur Gestaltung dieser neuen Welt beitragen? Diese und andere Fragen wurden auf der Tagung im Zentrum des politischen Berlins von Vertretern aus Politik, Medien und Wirtschaft am 26. Oktober 2015 diskutiert.

Lesen Sie hierzu auch unseren Tagungsbericht oder werfen Sie einen Blick in die Details zur Veranstaltung.


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