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Die Energiewende - globales Vorbild oder deutscher Irrweg?


Reihe:
Tagungen 
Titel:
Die Energiewende - globales Vorbild oder deutscher Irrweg? 
Autor:
 
Seiten:
12 
Dateigröße:
561 kB
ISSN:
 
Herausgeber:
Stiftung Marktwirtschaft
Erscheinungsort, -jahr:
Berlin, 2015 
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Im dritten Kadener Gespräch vom 27. März 2015 steht die Frage im Mittelpunkt, ob die deutsche Energiewende als ein globales Vorbild betrachtet werden kann oder ob sie nicht vielmehr einen deutschen Irrweg darstellt. Die Antwort auf diese Frage fällt ernüchternd aus: Führende Experten und Ökonomen sehen die deutsche Energiewende als gescheitert an und beklagen, dass die Umweltpolitik der Bundesregierung mehr einer Planwirtschaft gleicht als der Schaffung von innovativen Rahmenbedingungen dient.

Die deutsche Umweltpolitik steht nach Ansicht von international geschulten Insidern in ihrer strategischen Ausrichtung dem umweltpolitischen Ansatz der USA diametral entgegen. Den Amerikanern gelänge es, die drei Ziele Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit allesamt zu erreichen. Die deutsche Energiewende sei indessen abrupt erfolgt, indem sie anstelle eines wirtschaftlich verträglichen Anpassungsprozesses, eine von oben gesteuerte Umpolung eingeleitet habe, die sich für den Staat als kostspielig herausstellt.

Der Bundestagsabgeordnete Bareiß betont indessen die Vorteile der Reform hinsichtlich der geplanten Loslösung von den fossilen Energieträgern und der Förderung regenerativer Energieträger. Zugleich gibt er aber zu, dass die Energiewende mit vielen Problemen behaftet ist und die Subventionierung der neuen Technologien teilweise ineffiziente Ergebnisse hervorgebracht hat. Er sagt aber auch, dass viele umweltpolitische Projekte scheitern, weil die nötige Zustimmung zur Energiewende in der Bevölkerung fehle und darüber hinaus bürokratische Hürden im Weg stünden.