Expertengespräch „Die Energiewende - globales Vorbild oder deutscher Irrweg?“

Die Teilnehmer des Expertengesprächs „Die Energiewende – globales Vorbild oder deutscher Irrweg?', auf Gut Kaden.

Die Teilnehmer des Expertengesprächs „Die Energiewende – globales Vorbild oder deutscher Irrweg?', auf Gut Kaden.

Die Teilnehmer des Expertengesprächs „Die Energiewende – globales Vorbild oder deutscher Irrweg?', auf Gut Kaden.
Prof. Dr. Justus Haucap, DICE/Universität Düsseldorf und Mitglied im Kronberger Kreis, dem wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Marktwirtschaft.
Prof. Dr. Marc Oliver Bettzüge, Direktor des Energiewirtschaftlichen Instituts der Universität zu Köln.
Thomas Bareiß MdB, Beauftragter für Energiepolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Dr.-Ing. Leonhard Birnbaum, Mitglied des Vorstands von E.ON SE.
Prof. Dr. Andreas Löschel vom Lehrstuhl für Mikroökonomik im Centrum für Angewandte Wirtschaftsforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, vormals Senator und Präses der Umweltbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.
Josef Joffe, Ph.D., Herausgeber <i>Die Zeit</i>.
Gastgeber des Expertengesprächs auf Gut Kaden: Dr. Lutz Peters.
Das Herrenhaus aus dem Jahr 1754, errichtet von Ernst Georg Sonnin, Baumeister der Hamburger Michaeliskirche, diente als Veranstaltungsort.

Fotos © Kay Herschelmann

„Deutschland verbraucht gerade einmal ein Vierzigstel der Energie in der Welt. Ähnlich klein ist der Anteil auch im Bereich der CO2-Emissionen“, erklärt Prof. Marc Oliver Bettzüge zu Beginn in seinem Impulsvortrag beim Expertengespräch auf Gut Kaden bei Hamburg. Die deutsche Hybris hinsichtlich der Energiewende scheint ein Alleinstellungsmerkmal in Europa und einer volatilen Welt zu sein.

Ob die Energiewende als globales Vorbild dienen kann oder aber einen deutschen Irrweg darstellt, wollte die Stiftung Marktwirtschaft bei den dritten „Kadener Gesprächen“, einer Expertentagung in kleinerem Kreis, am 27. März 2015 nahe Alveslohe erörtern. Renommierte Experten aus dem Bereich Energie nahmen sich einen Tag lang Zeit, um die Zukunft der Energiewende zu diskutieren. Die Treibhausreduktion sah die Mehrheit der Teilnehmer jedoch nur bedingt als ein Ziel der Bundesregierung. Der Beauftragte für Energiepolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thomas Bareiß MdB, betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung der politischen Willensbildung, bei der derzeit kein Weg an der Energiewende vorbeiführe. Allerdings halte er es für notwendig, bei der energiepolitischen Ausrichtung mehr Markt zuzulassen.

Technologieneutralität sei aber laut Prof. Justus Haucap, ob nun mit oder ohne EEG, oberstes Gebot in der Energiepolitik. Dr. Leonhard Birnbaum wies schließlich darauf hin, dass weltweit Energiewenden stattfänden – allein in Deutschland würde sie bemerkenswert planwirtschaftlich und darüber hinaus kostspielig erfolgen.

Zum Schluss wurde noch ein Blick auf die „amerikanische Energiewende“ geworfen, die ihre Unabhängigkeit von den herkömmlichen Rohstofflieferungen durch Fracking sucht, das bereits 1864 in den USA patentiert wurde.

Lesen Sie hierzu auch unseren Tagungsbericht.


Programm der Tagung

Präsentation Prof. Dr. Justus Haucap

Präsentation Dr. Leonhard Birnbaum

Präsentation Prof. Dr. Fritz Vahrenholt

Präsentation Christopher Peters


Service

Aktuelles

Weckruf für die deutsche Wirtschaftspolitik

Pressemitteilung

Kronberger Kreis-Studie Nr. 64


Bonbons für Ältere - bittere Pillen für die Zukunft?

Neue Studie


Neue Diskriminierungsverbote für die digitale Welt?

Pressemitteilung

Kronberger Kreis-Studie Nr. 63


Blickpunkt Marktwirtschaft

Stiftungsmagazin


Studentische IT-Hilfskraft (m/w) gesucht

zur Job-Ausschreibung