Netzausbau - Chance und Herausforderung einer modernen Energiepolitik

Fachtagung der Stiftung Marktwirtschaft in Kooperation mit der Niedersäschischen Landesregierung am 9. Juni 2011 in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin.

Prof. Michael Eilfort, Dr. Peter Ahmels, Martin Fuchs, Dr. Martina Krogmann, Minpräs. David McAllister, Min. Hans-Heinrich Sander, StS Jochen Homann, Prof. Justus Haucap und Michael Bauchmüller (v.l.).

Prof. Michael Eilfort, Dr. Peter Ahmels, Martin Fuchs, Dr. Martina Krogmann, Minpräs. David McAllister, Min. Hans-Heinrich Sander, StS Jochen Homann, Prof. Justus Haucap und Michael Bauchmüller (v.l.).

Prof. Michael Eilfort, Dr. Peter Ahmels, Martin Fuchs, Dr. Martina Krogmann, Minpräs. David McAllister, Min. Hans-Heinrich Sander, StS Jochen Homann, Prof. Justus Haucap und Michael Bauchmüller (v.l.).
Dr. Martina Krogmann, Bevollmächtigte des Landes Niedersachsen beim Bund, begrüßt die über 200 Gäste in der Niedersächsischen Landesvertretung.
Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister weist darauf hin, dass sein Land bei den Erneuerbaren Energien führend sei: 'Wir haben den Wind, andere machen den Wind.'
Der Vorsitzende der Monopolkommission, Prof. Justus Haucap, regt an, mehr Ordnungspolitik in die Planwirtschaft des Energiebereichs zu implementieren: 'Warum nicht etwas mehr Markt im EEG?'
Jochen Homann, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, erklärt, dass beim Netzausbau in Zukunft die Politik auf die Bürger zugeht.
Martin Fuchs, Geschäftsführer des Netzbetreibers TenneT (li.), ärgert sich über die langwierigen Genehmigungsverfahren der Länder und würde auch an Land gern mehr investieren.
Hans-Heinrich Sander, Niedersächsischer Minister für Umwelt und Klimaschutz (re.), findet die Regulierung bei den Ländern richtig aufgehoben und meint, dass der Bundesnetzagentur für diese Aufgabe die Fachleute fehlen.
Dr. Peter Ahmels, Leiter Bereich Erneuerbare Energien von der Deutschen Umwelthilfe (re.), erwartet bei steigender Verfahrenstransparenz zumindest eine bessere Stimmung in der Bevölkerung.
Der Parlamentskorrespondent der Süddeutschen Zeitung, Michael Bauchmüller, sorgte mit seiner kompetenten Moderation für eine anregende und kurzweilige Diskussion.
Friedrich-Otto Ripke, Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, ließ die Kritik des Netzbetreibers Fuchs nicht unbeantwortet.

Fotos: Kay Herschelmann


Der schnellere Ausstieg aus Kernenergie und ein noch schnellerer Einstieg in die Erneuerbaren Energien scheinen mittlerweile Konsens zu sein. Bleiben dabei auch die Ziele Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz im Blick?

Es ist jedenfalls nicht damit getan, die Erzeugung Erneuerbarer Energie auszubauen. Verbesserte Leitungen und Speicher werden benötigt. So muss z.B. der in Nord- und Ostsee durch Windenergie erzeugte Strom über leistungsfähige Trassen in die Verbrauchszentren transportiert werden. Um die Netze auf den verstärkten Einsatz von Erneuerbaren Energien auszurichten, ist der Investitionsbedarf immens. Allein in Deutschland müssen laut Studien der Deutschen Energie-Agentur 850 km neue Stromtrassen bis 2015 und zusätzlich 3.600 km bis 2020 gebaut werden. Zudem benötigt eine stärkere dezentrale Energieerzeugung intelligente Netze (Smart Grids) und vor allem die Akzeptanz bei den Bürgern.

Wie kann dieser Umbau in einem marktwirtschaftlichen Rahmen erfolgen? Was kann und darf der Staat tun? Eine kluge Regulierung der Netze ist notwendig, die den Netzbetreibern Anreize für Investitionen setzt und gleichzeitig Energie nicht übermäßig verteuert. Wie könnte eine derartige Anreizregulierung aussehen? Instrumente wie der Bundesnetzplan und das Bundesnetzausbaubeschleunigungsgesetz sollen die Genehmigungsverfahren vorantreiben. Doch ist eine Kompetenzverlagerung auf die Bundesebene ein geeignetes Mittel? Und wie stärkt man die Akzeptanz für den Netzausbau bei den betroffenen Bürgern? Ist die kostenintensivere Erdverkabelung eine probate Lösung? Welche Rolle könnten ein Ausbau der grenzüberschreitenden Kuppelstellen und die Stärkung des europäischen Handels für den deutschen Energiemarkt spielen? Über diese Themen haben wir auf dieser Kooperationsveranstaltung mit der Niedersächsischen Landesregierung diskutiert.

Lesen Sie hier unseren Tagungsbericht.

Hier finden Sie

das Programm der Tagung

die Präsentation von Prof. Dr. Justus Haucap

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