Zeitthemen Nr. 3

Plattformökonomie – zwischen Abwehr und Wunschdenken

Fulko Lenz

Berlin, 2020 Umfang:
55 Seiten
Dateigröße:
1 MB
ISSN:
2568-3578

Vor noch nicht allzu langer Zeit wurden mit der Entstehung von plattformbasierten, digitalen Geschäftsmodellen große Hoffnungen verbunden. Mittlerweile hat sich die Stimmung gewendet und vor allem die größten und prominentesten Vertreter dieser neuen Plattformökonomie entwickeln sich zunehmend zum politischen Feindbild. Die Liste der Vorwürfe ist lang und reicht von Missbrauch ausufernder Monopolmacht über grenzenlose Datensammelwut bis hin zu steuerlicher Trickserei.

Allerdings ist die politische Haltung zur Plattformökonomie durchaus zwiespältig: Während einerseits die Klagen über bestimmte Online-Plattformen und deren Verhaltensweisen immer lauter werden, schaut man anderseits mit einer gehörigen Portion Neid auf den Erfolg genau dieser Unternehmen und wünscht sich längst nicht mehr nur insgeheim ein „europäisches Google“. Denn es lässt sich kaum bestreiten, dass die großen und global agierenden Online-Plattformen bis auf wenige Ausnahmen weder deutsche noch europäische Wurzeln aufweisen.

Vor diesem Hintergrund analysiert die vorliegende Studie, wie den Herausforderungen der Plattformökonomie im Bereich der Wettbewerbs-, Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik begegnet werden kann, welche Befürchtungen möglicherweise überzogen sind und welche Maßnahmen bei den Bemühungen um die Stärkung einer heimischen Plattformökonomie zu priorisieren sind.   

 

 

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