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Aufstieg durch Arbeit?

Aufstieg durch Arbeit?
Berlin, 17.10.2012 Umfang:
8 Seiten
Dateigröße:
544 KB

Die Soziale Marktwirtschaft und die mit ihr verbundene Hoffnung, Wohlstand für alle zu schaffen, haben in den letzten Jahren für viele Bürger an Glanz verloren. So mehren sich die Sorgen, dass immer größere Bevölkerungsteile von der wirtschaftlichen Wohlstandsmehrung abgekoppelt werden. Stagnierende oder gar sinkende Reallöhne im unteren Einkommensbereich, eine Ausweitung des Niedriglohnsektors und die Zunahme „prekärer“ Arbeitsverhältnisse werden exemplarisch als Belege für eine auseinanderdriftende Gesellschaft und abnehmende soziale Mobilität angeführt. Neben Warnungen vor einer gestiegenen Armutsgefährdung im Hier und Heute wird auf lange Sicht eine steigende Altersarmut befürchtet. Die politisch propagierten Lösungskonzepte konzentrieren sich zumeist auf eine stärkere Umverteilung sowie die striktere Regulierung des Arbeitsmarktes, beispielsweise über Mindestlöhne oder eine Einschränkung flexibler Beschäftigungsformen. Erfasst diese Sicht der Dinge tatsächlich alle Facetten der Sozialen Marktwirtschaft im Hinblick auf die bestehenden sozialen Herausforderungen? Reicht es aus, sich politisch auf die materielle Nivellierung durch noch mehr staatlich organisierte Transfers zu konzentrieren? Oder brauchen wir nicht eher die Eigenverantwortung stärkende Lösungsansätze? Schließlich ist zu befürchten, dass der Sozialstaat einen Teil der Probleme mitverursacht, die er zu lösen vorgibt – etwa wenn er unintendierte Beschäftigungshürden aufbaut, Abhängigkeiten vergrößert und möglicherweise sogar zu Bequemlichkeit einlädt.

 

Vor diesem Hintergrund haben wir über die Zukunft und die Herausforderungen der Sozialen Marktwirtschaft unter dem Aspekt der sozialen Gerechtigkeit diskutiert.

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