
Arbeitsmarkt
Beschäftigungschancen statt Arbeitslosigkeit
Die zu hohe Arbeitslosigkeit ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Neben den konjunkturellen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise gibt es nach wie vor zu viele strukturelle Hemmnisse, die das Regulativ von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeits“markt“ außer Kraft setzen. Stattdessen verwaltet der Staat die Arbeitslosigkeit auf hohem bürokratischen Niveau.
Für viele Arbeitslose bestehen kaum zu überwindende Hürden bei der Suche nach einem Arbeitsplatz. Die hohe Arbeitslosigkeit von Geringqualifizierten sowie die im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hohe Langzeitarbeitslosigkeit zeigen, dass gerade die sozial Schwachen in unserer Gesellschaft davon am stärksten betroffen sind. Arbeitslosigkeit ist das Armutsrisiko Nr 1.
Die Stiftung Marktwirtschaft setzt sich deshalb für bessere Beschäftigungschancen durch mehr Wettbewerb, Flexibilität und Transparenz auf dem Arbeitsmarkt sowie für effiziente Arbeitsmarktinstitutionen ein.
Bildungsfinanzierung neu gestalten - Studie des Kronberger Kreises
In Deutschland sind die privaten Bildungsausgaben anders zusammengesetzt als in vergleichbaren Industrieländern. Der private Finanzierungsanteil an den gesamten Bildungsausgaben ist hierzulande für die vorschulische Bildung deutlich höher als für die Schul-, Betriebs- und Hochschulbildung. Im internationalen Vergleich zeigt sich: Diese Aufteilung ist nicht geeignet, Chancengerechtigkeit herzustellen, und bedarf daher einer gründlichen Überarbeitung.
Der Kronberger Kreis fordert den Staat auf, sich an der Finanzierung der vorschulischen Bildung stärker zu beteiligen, so dass einkommensschwache Familien keine Kindergartengebühren zahlen müssen. Das letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung könnte verpflichtend sein. Im Hochschulbereich plädiert der Kronberger Kreis hingegen für die Wiedereinführung von Studiengebühren. In dieser Studie finden sich darüber hinaus konkrete Vorschläge zur Stärkung des Wettbewerbs zwischen öffentlichen und privaten Schulen sowie zur Ausgestaltung der steuerlichen Förderung von Bildungsinvestitionen.
Chancengerechtigkeit, Bildung und Soziale Marktwirtschaft
Eines der zentralen Grundversprechen der Sozialen Marktwirtschaft lautet, dass sie allen Menschen gleichermaßen die Chance auf ökonomischen Erfolg gibt. Nicht soziale Herkunft oder staatlicher Dirigismus sollen über die wirtschaftlichen Ergebnisse entscheiden, sondern die eigenen Fähigkeiten und Leistungen in einem fairen Wettbewerbsprozess. Bildung spielt dabei eine zentrale Rolle, kann sie doch als Eintrittskarte in ein erfolgreiches Erwerbs- und Berufsleben angesehen werden. Das zeigt sich beispielsweise sowohl an qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten als auch an den mit einem besseren Bildungsniveau im Durchschnitt einhergehenden "Lohnprämien". Darüber hinaus befördert ein gutes bildungssystem die Innovations- und Wachstumskräfte einer Volkswirtschaft und ist mithin ein wichtiger Wohlstandstreiber.
Die Studie "Chancengerechtigkeit, Bildung und Soziale Marktwirtschaft" analyisert die Bedeutung von „guter Bildung“ für Wohlstand sowie gesellschaftlichen und ökonomischen Aufstieg in der Sozialen Marktwirtschaft. Darüber hinaus geht der Autor Guido Raddatz der Frage nach, inwieweit es dem deutschen Bildungssystem gelingt, alle Kinder und Jugendlichen entsprechend ihrer jeweiligen Begabungen und Potentiale und unabhängig von ihrer sozialen Herkunft auf das spätere Erwerbsleben vorzubereiten. Die Studie schließt mit ausgewählten Reformvorschlägen, um das Bildungssystem nicht nur effizienter, sondern auch chancengerechter zu machen.
Das Thema Chancengerechtigkeit und Soziale Marktwirtschaft stand auch im Mittelpunkt unserer Veranstaltung "Aufstieg durch Arbeit? Soziale Durchlässigkeit - Eigenverantwortung - Sozialstaat" am 17.10.2012. Ausgangspunkt war die Frage, was getan werden muss, damit ökonomischer Erfolg und gesellschaftlicher Aufstieg auch in Zukunft ein realistisches Szenario für Menschen aus allen sozialen Schichten bleibt.
Positionspapier Mindestlohn
Die Stiftung Marktwirtschaft lehnt die Einführung flächendeckender Mindestlöhne in Deutschland rigoros ab. Lesen Sie hier, weshalb wir einen Mindestlohn nicht nur beschäftigungsschädlich, sondern auch als sozialpolitisch untauglich halten: Download
Jugendarbeitslosigkeit in Europa
Blogbeitrag von Juergen B. Donges zur hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa vom 16.04.2013: Euroland-Krise: Herausforderung Jugendarbeitslosigkeit
Service
Ihr Ansprechpartner
Arbeitsmarkt, Soziale Sicherung und Föderalismus
Tel.: +49 (0)30 / 206057-32
Aktuelle Publikation
01/2013: Kronberger Kreis Studie "Bildungsfinanzierung neu gestalten" Download
11/2012: Chancengerechtigkeit, Bildung und Soziale Marktwirtschaft (Argument Nr. 118) Download
09/2011: Positionspapier zum Thema Mindestlohn Download
Veranstaltungen
22./23. November 2012: "Arbeitsmigration in Wirtschaft und Gesellschaft neu denken. Die Fachkräfte-Debatte in der Migrationsgesellschaft" Details
17.10.2012: "Aufstieg durch Arbeit? Soziale Durchlässigkeit – Eigenverantwortung – Sozialstaat" Details und Tagungsbericht
02.03.2010: "Die deutsche Mitbestimmung - Stärke oder Schwäche in der Krise?"




