
Neuveröffentlichungen
Tagungsdokumentation
Chancengerechtigkeit gehört neben den Grundprinzipien der Freiheit und des sozialen Schutzes in unverschuldeten Notlagen zu den zentralen Leitideen der sozialen Marktwirtschaft. Nicht soziale Herkunft, Geschlecht oder staatlicher Dirigismus sollen über den Lebenslauf und ökonomischen Erfolg eines Menschen entscheiden, sondern die eigenen individuellen Fähigkeiten und Leistungen in einem fairen und auf bestmögliche Resultate ausgerichteten Wettbewerb.
Besorgniserregend zeichnet sich allerdings in internationalen Vergleichen der vergangenen Jahre vor allem der starke Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungszugang und den Bildungserfolg in Deutschland ab. Diese Korrelation läuft der Chancengerechtigkeit und dem Leistungsprinzip als konstitutive Elemente der marktwirtschaftlichen Ordnung entgegen und gefährdert ihre Akzeptanz. Die nachfolgende Dokumentation unserer Fachtagung zur "Klugen Bildungspolitik" fasst die Beiträge der eingeladenen Experten aus dem Bereich Bildung zusammen und extrahiert die wesentlichen Anforderungen an die heutige Bildungspolitik.
Aus der Reihe Blickpunkt Marktwirtschaft
Die Stiftung Marktwirtschaft schaut auf spannende Tagungen und Publikationen sowie Pressegespräche zurück. Mit der nachfolgenden Ausgabe des Blickpunkt Marktwirtschaft möchten wir Sie über unsere konkreten Aktivitäten im Hinblick auf ein Mehr an Marktwirtschaft und Eigenverantwortung informieren und Ihnen Einblick in die Arbeitsschwerpunkte der Stiftung geben. Ein gewichtiger Schwerpunkt dieses Halbjahres wie auch dieser Ausgabe ist das Thema Staatsverschuldung, dem wir mit dem Begriff Staatsentschuldung einen - wenn auch langfristigen - Pol entgegensetzen möchten. Wir ziehen Bilanz über 1 Jahr Schwarz-Gelb und berichten von verschiedenen Veranstaltungen wie einer Fachtagung mit dem Titel "Kluge Bildungspolitik", die unserer Ansicht nach auch eine erhöhte Durchlässigkeit sozialer Schichten zum Inhalt hat, was eine grundlegende Voraussetzung zum Funktionieren von Marktwirtschaft ist.
Aus der Reihe Argumente zu Marktwirtschaft und Politik
In Zeiten notorisch knapper öffentlicher Kassen rückt die Einnahmeseite des Staatshaushalts verstärkt in den Fokus der Politik. Im Zuge dessen hat der Staat den Kampf gegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung durch zahlreiche Maßnahmen verschärft.
Die Untersuchung von Friedrich Schneider und Lars P. Feld geht vor diesem Hintergrund der Frage nach, wie es mit der Steuermoral in Deutschland aussieht. Fragen nach der Verbreitung der Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit werden beantwortet. Auch wird geklärt, wie erfolgreich der von der Bundesregierung eingeschlagene Weg der Abschreckung ist. Darüber hinaus analysieren die Autoren, welche Maßnahmen und Strategien im Kampf gegen Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit wirkungsvoll sind und welche nicht.
Empirische Basis ist eine in Zusammenarbeit mit TNS Infratest München im Jahr 2009 durchgeführte repräsentative Befragung von 2.149 Personen in Deutschland. Die Befragung war so angelegt, dass nicht nur das Ausmaß der Steuerunehrlichkeit ermittelt werden konnte, sondern auch die individuellen Einschätzungen möglicher Determinanten von Steuerunehrlichkeit.
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Friedrich Schneider (Universität Linz) und Prof. Dr. Lars P. Feld (Walter Eucken Institut Freiburg und Mitglied im Kronberger Kreis, dem wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Marktwirtschaft), haben im Auftrag der Stiftung diese aktuelle Befragung durchgeführt.
"Steuerunehrlichkeit, Abschreckung und soziale Normen: Empirische Evidenz für Deutschland"
Aus der Reihe Kronberger Kreis-Studien
Systemstabilität für die Finanzmärkte, vom Kronberger Kreis, Band 53
Die globale Finanzmarktkrise 2007–2009 hat gezeigt, wie stark ganze Volkswirtschaften von der Stabilität eines reibungslos funktionierenden Finanzsystems abhängen. Problematisch ist beispielsweise die Systemrelevanz einzelner Akteure, da diese im Notfall mit öffentlichen Mitteln gerettet werden müssen. Um die Regulierung der Finanzmärkte zu verbessern, wurden bereits einige Maßnahmen beschlossen. Doch reichen diese aus? Können Finanzmarktkrisen in der Zukunft so tatsächlich verhindert werden? Der Kronberger Kreis bewertet in dieser Studie die wichtigsten Konzepte zur Regulierung der Finanzmärkte und unterbreitet eigene Vorschläge. Eingehend behandelt werden unter anderem die Eigenkapitalanforderungen für Banken nach Basel III, die Bankenabgabe, die Finanztransaktionsteuer, die Besteuerung von Umsatz oder Finanzaktivität und die Ausgestaltung der Bankenaufsicht.
Systemstabilität für die Finanzmärkte, vom Kronberger Kreis, Band 53
Aus der Reihe Kleine Handbibliothek
Reform des Finanzföderalismus in Deutschland, von Clemens Fuest und Michael Thöne, Band 37
Nach Ansicht der Stiftung Marktwirtschaft kann die Einführung der dringend benötigten Schuldenbremse nur der erste Schritt zur Revitalisierung des deutschen Finanzföderalismus sein. Weitere Reformen beim Finanzausgleich sowie bei der Steuerautonomie der Bundesländer müssen folgen. Eine Blaupause, wie eine solche Reform aussehen könnte, liefert die neue Studie der Stiftung Marktwirtschaft "Reform des Finanzföderalismus in Deutschland", die von Prof. Dr. Clemens Fuest und Dr. Michael Thöne erstellt wurde.
Reform des Finanzföderalismus in Deutschland, von Clemens Fuest und Michael Thöne, Band 37
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