Steuervereinfachung ist möglich!

Eine Symposium der Stiftung Marktwirtschaft am 29. August 2013 in Berlin.

Der Film zur Tagung

© Stiftung Marktwirtschaft

In den aktuellen Debatten über Steuergerechtigkeit wird das Thema „Steuervereinfachung“ weitgehend außer Acht gelassen. Dabei kann es Akzeptanz und das Gefühl, bei der Besteuerung gehe es gerecht zu und sie führe zu sinnvollen Ergebnissen für die Gemeinschaft, nur geben, wenn das Steuersystem transparent und einfacher wird. Das deutsche Steuerrecht ist aber zu komplex, um für den Einzelnen nachvollziehbar zu sein – mit unbestritten zu vielen Sonderregelungen, Begünstigungen für jeweils einige wenige, Verschiebebahnhöfen und organisierter Verantwortungslosigkeit bzw. fehlenden Verbindungen zwischen Ausgaben und politischer Verantwortung. Nach wie vor findet der Ruf nach Vereinfachung breite Zustimmung. Nach wie vor mangelt es weniger an Erkenntnis als an Umsetzung. Realistische Reformansätze liegen vor – insbesondere diejenigen, die die Kommission „Steuergesetzbuch“ zwischen 2004 und 2010 erarbeitet und verfeinert hat.

Im Wahljahr 2013 ist die Forderung nach Steuervereinfachung aktueller denn je und ein Neuanfang möglich: Anstatt an der Wurzel der Unzufriedenheit – mangelnde Transparenz, Systematik und Einheitlichkeit – und bei den Strukturen anzusetzen, wird aber noch über Steuersätze, weitere Ausnahmeregelungen und steuerliche Subventionen sowie gar über neue Steuern debattiert. Dabei gäbe es bei aktuell hohen Steuereinnahmen die Chance, echte Reformen anzugehen.

Die Stiftung Marktwirtschaft nimmt das Erscheinen des Kompendiums aller Arbeiten der Kommission „Steuergesetzbuch“ mit ihren Vorschlägen für ein in sich stimmiges Steuersystem zum Anlass, einmal mehr für Steuervereinfachung zu werben. Dazu lud sie zu einem Symposium am 29. August 2013 in Berlin ein. Professor Joachim Lang, Professorin Johanna Hey und Professor Norbert Herzig, allesamt von der Universität zu Köln, betrachteten Einkommensteuersystem, Unternehmensteuerrecht und steuerliche Gewinnermittlung. Professor Clemens Fuest besprach die solide Finanzierung der Kommunen. In der Diskussionen standen sich mit Bundesfinanzminister a.D. Hans Eichel und RA Friedrich Merz zwei ausgewiesene Experte auf diesem Themengebiet gegenüber.

Lesen Sie hierzu unseren Tagungsbericht

Programm des Symposiums

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Prof. Dr. Johanna Hey, Universität zu Köln, Direktorin Institut für Steuerrecht.

Prof. Dr. Johanna Hey, Universität zu Köln, Direktorin Institut für Steuerrecht.

Das Symposium 'Steuervereinfachung ist möglich!' mit Prof. Dr. Michael Eilfort, Prof. Dr. Dr. h.c. Norbert Herzig, Prof. Dr. Johanna Hey, Prof. Dr. Joachim Lang, Prof. Dr. Clemens Fuest und Friedrich Merz (v.li.).
Friedrich Merz begleitete die Arbeit der Kommission 'Steuergesetzbuch' als einer von vier politischen Beiräten.
Hans Eichel, Bundesfinanzminister a.D., kommentierte das Arbeitsergebnis der Kommission.
Hans Eichel und Friedrich Merz.
Prof. Dr. Clemens Fuest, Präsident des ZEW und Mitglied des Kronberger Kreises.
Prof. Dr. Johanna Hey, Universität zu Köln, Direktorin Institut für Steuerrecht.
Prof. Dr. Joachim Lang, Universität zu Köln, Vorsitzender der Kommission 'Steuergesetzbuch'.
Prof. Dr. Dr. h.c. Norbert Herzig, Universität zu Köln, Flick Gocke Schaumburg, Of Counsel.
Gastgeber Prof. Dr. Michael Eilfort, Vorstand der Stiftung Marktwirtschaft, stellt den Bericht der Kommission 'Steuergesetzbuch' vor.
Ein Blick in den Sitzungssaal: Die Tagung 'Steuervereinfachung ist möglich!' am 29. August 2013 im Deutschen Bundestag in Berlin.

Fotos: Kay Herschelmann


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