Generation-D – Die Preisträger 2016

Bereits zum achten Mal startete 2015 der Ideenwettbewerb „Generation-D“ für Studierende. Wieder wurden interdisziplinäre Teams aus ganz Deutschland aufgerufen, sich mit innovativen Vorschlägen und Geschäftsideen zu bewerben. Die Ausschreibung endete im März 2016. Am 23. April 2016 wurden nach einem aufwendigen Auswahlprozess und einem intensiven Pitchwochenende in München die Preisträger mit ihren besten Ideen ausgezeichnet.

Die Stiftung Marktwirtschaft unterstützt Genera­tion-D gemeinsam mit der Bayerischen EliteAkademie, der Allianz SE, der Süddeutschen Zeitung sowie A.T. Kearney und Social Entrepeneurship Akademie ideell und organisatorisch.

And the winners are:

Gewinner in der Kategorie Umwelt: PEAT

Gewinner in der Kategorie Soziale Gesellschaft: INTEGREAT und Social-Bee

Gewinner in der Kategorie Gesundheit: Sunté

Die Preisverleihung fand am 23. April 2016 in der Bayerischen EliteAkademie (BEA) in München statt.

Die Gewinner erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro. In der Kategorie "Soziale Gesellschaft" wurde aufgrund der aktuellen Bedeutung der Flüchtlingsthematik neben INTEGREAT noch ein weiteres Projekt ausgezeichnet, das ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro bezieht. Darüber hinaus können sich die Preisträger auf eine Projektförderung durch GENERATION-D und seine Projektpartner freuen.

Gewinner in der Kategorie Umwelt

PEAT bringt Schädlingsanalyse per Smartphone

PEAT

Mit ihrer Handy-App Plantix ist dem Team von PEAT, Progressive Environmental & Agricultural Technologies, eine echte Innovation in der Verbindung von Agrarökologie und künstlicher Intelligenz gelungen. Ihre auf Deep Learning basierende automatisierte Bilderkennungssoftware mit bereits über 20.000 Nutzern identifiziert Pflanzenkrankheiten und gibt Ratschläge zur Behandlung und Prävention. Mit der kontinuierlichen „Akquise“ von Photos bauen die Gründer einen weltweit einzigartigen Datensatz auf. So können mithilfe einer leicht zugänglichen App durch Handyaufnahmen Krankheiten identifiziert, ganze Ernten gerettet und nachhaltig die Lebensmittelversorgung bei einer wachsenden Bevölkerung insbesondere in Entwicklungsländern verbessert werden.

Zur Homepage von PEAT Progressive Environmental & Agricultural Technologies

Gewinner in der Kategorie Soziale Gesellschaft

Das Team von Integreat

INTEGREAT

Das über Deutschland hinaus verteilte Team von INTEGREAT hat sich zum Ziel gesetzt, mit seiner mehrsprachigen, offline nutzbaren App den Informationsfluss zwischen Flüchtlingen, Helfern und der jeweiligen Kommune vor Ort zu verbessern. In einem intuitiv bedienbaren System kann jede Kommune die App lokalspezifisch individualisieren, um so für die bei ihr untergebrachten Flüchtlinge alle vor Ort wichtigen Informationen zusammenzutragen. Das Projekt wurde bereits erfolgreich in einigen Städten wie z.B. Augsburg oder Bad Tölz umgesetzt und wird von weiteren Kommunen nachgefragt.

Zur Homepage von INTEGREAT

Gewinner in der Kategorie Gesundheit

Sunté unterstützt Krankenstationen

Sunté

Sunté schlägt mit seinem innovativen Konzept zur Gesundheitsvorsorge in Entwicklungsländern gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Die von den Studierenden eingerichteten Solarpanels erzeugen Elektrizität in zentralen Krankenstationen, die sowohl die Verbesserung der medizinischen Versorgung als auch die Einrichtung von Handyladestationen ermöglicht. Da der Großteil der Bevölkerung ein Mobiltelefon besitzt, aber keinen Zugang zu Elektrizität hat, schafft Sunté auf diese einfache Weise den Anreiz, Krankenstationen aufzusuchen, um Handys aufzuladen und sich in der Wartezeit behandeln bzw. beraten zu lassen. In Togo hat das Team von Sunté damit die Anzahl an Patienten in zehn Krankenstationen beinahe verdoppelt.

Zur Homepage von Sunté. Solaranlagen in Westafrika

Ebenfalls Gewinner in der Kategorie Soziale Gesellschaft

Das Team von Social-Bee

Sozial-Bee

In Form von Zeitarbeit wollen die Gründer von Social-Bee Flüchtlinge schnell in Arbeit bringen und qualifizieren. Gezielte Sprachkurse, sozialpädagogische Betreuung, Freizeitangebote und eine bezahlte Beschäftigung in Logistikunternehmen geben Flüchtlingen eine Chance, sich zugleich in Gesellschaft und Arbeitsmarkt zu integrieren. Mit Qualifikationsmaßnahmen schafft Social-Bee bereits nach sechs Monaten kurzfristig Aufstiegschancen und ist mit seiner sozialen Komponente eine echte Konkurrenz zu traditionellen Zeitarbeitsfirmen.

Zur Homepage von Social Bee

Weitere Finalisten:

Glasschair

Glasschair hat das Ziel, schwerbehinderten Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind und ihre Hände nicht bewegen können, ein einfacheres und selbstbestimmteres Leben zu ermöglichen. Mit SmartGlasses, die mit einer von den Gründern entwickelten Software angesteuert werden, sollen die Betroffenen den Rollstuhl allein durch Kopfbewegungen lenken können. Sein vergleichsweise günstiger Preis und die Verwendung von neuen Technologien machen den Glasschair zu einer Alternative gegenüber bereits existierenden Lösungen.

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Hellsicht

Das Team von Hellsicht versucht mit seiner Software, sowohl medizinische Fehldiagnosen als auch die Überbelastung von Ärzten zu verringern. Durch Bilderkennung soll die Fehlerquote in der Diagnostik reduziert werden. Für den behandelnden Arzt kann das eine Arbeitserleichterung, für die Patienten eine gezieltere Therapie und für die Krankenkassen eine erhebliche Kostensenkung zur Folge haben. Die Entwickler haben die Software bereits für zwei relevante Krankheiten programmiert und planen die Ausweitung auf weitere Krankheitsbilder.

Zur Homepage von Hellsicht

.kuchentratsch

Mit .kuchentratsch verbinden die Münchner Gründerinnen das Leckere mit einem sozialen Aspekt. In eigens eingerichteten Backstuben führen sie „Omas“ und „Opas“ zusammen, die gemeinsam Köstlichkeiten aus dem Ofen zaubern und durch den Verkauf der hausgemachten Kuchen ihre Rente aufbessern können. Die gemeinsam verbrachte Zeit schafft darüber hinaus eine gesellige und sinnvolle Beschäftigung für ältere Menschen und wirkt einer Vereinsamung im Alter entgegen.

Zur Homepage von .kuchentratsch

EssensWelten

Mit dem Aufbau von Street Food-Märkten will das Team von EssensWelten Flüchtlingen ermöglichen, Speisen aus ihrer Heimat einem interessierten Publikum vorzustellen. Nach dem Motto „Integration geht durch den Magen“ sollen an Street Food-Ständen authentische Gerichte aus aller Welt angeboten werden, um so Flüchtlinge und Bevölkerung in einem kulinarischen Kontext zusammenzubringen.

Zu Homepage von EssensWelten

Helpu

Das deutsch-ägyptische Team von Helpu nimmt sich dem Problem der mangelnden Kommunikation in der Flüchtlingshilfe an. Ihre Handy-App soll Helfer und Hilfesuchende auf einer einzigen Plattform vernetzen, sodass eine gezieltere Suche nach Leistungen, wie beispielsweise eine Dokumentenübersetzung oder eine Kleiderspende, in der Region ermöglicht wird.

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