Prof. Bernd Raffelhüschen (Stiftungsvorstand), Prof. Theo Siegert (Stiftungsratsvorsitzender), der noch amtierende Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Stefan Mappus, Prof. Nikolaus Schweickart (Kuratoriumsvorsitzender), der neue Sprecher des Kronberger Kreises, Prof. Lars P. Feld, der Vorsitzende des Kuratoriums der informedia-Stiftung und Stiftungsratsmitglied Dr. Rainer Hildmann und Prof. Michael Eilfort (Stiftungsvorstand) – von links.

Jahrestreffen der Stiftung Marktwirtschaft 2011 in Kronberg

Beim Jahrestreffen der Stiftung Marktwirtschaft und des Kronberger Kreises am Gründungsort in Kronberg im Taunus sind auch dieses Jahr die Freunde und Förderer zu einem intensiven Austausch zusammengekommen. Der neue Sprecher des Kronberger Kreises, Prof. Lars P. Feld (siehe Foto unten in der Bibliothek des Kronberger Schlosshotels), stellte sich in diesem Rahmen den Gästen vor. Er sieht den Stabilitäts- und Wachstumspakt in der Europäischen Union genau dann außer Kraft gesetzt, "wenn es darauf ankommt" und weist auf den erst kürzlich veröffentlichten Gastkommentar des Kronberger Kreises in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hin, in dem der wissenschaftliche Beirat der Stiftung Marktwirtschaft das Reformpaket als "ordnungspolitische Wende zur Transferunion" bezeichnet.

Stefan Mappus als amtierender Ministerpräsident von Baden-Württemberg zu Gast in Kronberg

Stefan Mappus zieht in einer spannenden persönlichen Darstellung Bilanz über seine Arbeit als Ministerpräsident von Baden-Württemberg und den Ausgang der Landtagswahl. Er stellt sich bei der Frühjahrssitzung der Stiftung auch den Fragen und der Kritik des politisch interessierten Publikums.

Die Form der Mobilisierung auch von Nichtwählern im Zuge der Landtagswahl habe Mappus so noch nicht erlebt. Er sehe eine zunehmende Orientierungslosigkeit und Unsicherheit in der Bevölkerung und zugleich einen abnehmenden Sinn für ordnungspolitische Werte – sogar in dem klassischen bürgerlichen Lager.

Am Ende äußert er die Hoffnung, dass in den kommenden vier Jahren "nicht alles zerschlagen wird, was in den letzten 58 Jahren aufgebaut wurde." Nach seinen Beobachtungen gerate Freiheit immer mehr unter Rechtfertigungsdruck und der Staat sei zunehmend gefragt. Mappus rät seiner Partei der CDU, ihr Profil in Zukunft deutlicher herauszubilden.

Stefan Mappus

Stefan Mappus (li.) in seiner Funktion als Ministerpräsident von Baden-Württemberg neben dem Vorsitzenden des Kuratoriums, Prof. Nikolaus Schweickart.

Eine ausführliche Berichterstattung über das Jahrestreffen in Kronberg erfolgt in unserer nächsten Ausgabe des Blickpunkt Marktwirtschaft.